Das Limbische SystemDas Limbische System. Motivationen — Emotionen — Triebe

Paul Natterer
Aufsätze zur Psychologie

2018 [2008]
8 Seiten
Sprache: Deutsch
Ausgabe: PDF-Datei
Format: DIN A 4

 

 

Datenübermittlung:

Das Limbische System

Artikelbeschreibung

Unter dem Begriff des limbischen Systems werden die Motivationsareale v.a. des Vorderhirns zusammengefasst. Es handelt sich um biologisch elementare Gehirnstrukturen für Triebe, Motivationen und Emotionen. Limbisch heißt das System, weil es wie ein Saum (= lat.: limbus) dem unteren Kortex anliegt.

Die Motivationsareale des limbischen Systems stehen in Verbindung mit dem Autonomen Nervensystem und dem Endokrinen System hormoneller Steuerung.

Diese limbischen Areale stehen darüber hinaus in massiver wechselseitiger Kommunikation mit dem tertiären, für analytisches Denken und geplantes Handeln zuständigen, motorischen Zentrum. Diese Kommunikation und Kooperation findet statt im unteren präfrontalen Kortex, und wird tertiärer limbischer Assoziationskortex genannt.

Zum limbischen System selbst gehören im Einzelnen insbesondere der Mandelkern (Amygdala). Dies ist eine Struktur, die das vegetative Nervensystem und das emotionale, limbische System verknüpft.

Sodann zählt dazu das sog. Ammonshorn (Hippokampus). Dessen Funktion ist die dynamische assoziative Verknüpfung von Erlebnisinhalten und der Vergleich neuer mit gespeicherter Information sowie aktive Gedächtnisspeicherung. Die Hippokampus-Formation ist das Schaltzentrum des multisensorischen Assoziationskortex. Dazu gehört auch die Integration vitaler Funktionen (Nahrungsaufnahme, Verteidigung, Fortpflanzung) und die Regelung der motivationalen (hypothalamischen) Beeinflussung der hochstufigen multisensorischen Kognitionsareale.

Interessierte finden in dem vorliegenden Skript zum Thema Limbisches System eine Skizze aller hier hereinspielenden Strukturen und Funktionen.